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Rasen

Rasen

Die Pflege des Rasens ist von der Verwendung abhängig, wichtig jedoch ist unabhängig vom Gebrauch, dass schöner Rasen einen guten Untergrund benötigt. Ein humusreicher, nährstoffreicher, feuchter Untergrund ist für einen resistenten Rasen notwendig.

Engerlinge

Engerlinge

Beschreibung

Engerlinge sind Käferlarven, speziell die von Mai- und Junikäfern. Anfangs ernähren sich die Larven von Humus, in späteren Stadien aber von zarten Wurzeln von Gras, Sträuchern und Bäumen. Besonders in sehr sandhaltigen Böden findet man viele Engerlinge des Mai-, Juni- und des Gartenlaubkäfers. Die Larven fressen nicht den Rasen, sondern dessen Wurzeln und zwar bis kurz unterhalb der Bodenoberfläche. Die Pflanzen sterben ab und die Grasnarbe verbräunt. Man kann sie ganz leicht vom Untergrund abheben. Dazu kommt es zu Folgeschäden durch Vögel, welche auf der Suche nach den Engerlingen die Grasnarbe aufwühlen.

Zwischen Mai und August kommt es zur Eiablage. Ein Massenbefall mit Engerlingen tritt etwa alle 4 Jahre auf. In diesen Fällen, kann sich bei einem Befall mit Engerlingen der gesamte Rasen verabschieden. Das Auffinden und Heraussammeln der Engerlinge ist schwierig und mühsam. Meist muss man den Rasen wieder neu aussäen.

Nach der Paarung kehren die begatteten Weibchen wieder zu der Stelle zurück, an der sie ihr Larvenleben verbracht hatten, um hier ihre Eier abzulegen. Dazu müssen sie sich aber zunächst in den Boden bis zu einer Tiefe von etwa 25 cm eingraben. Die erreichte Bodentiefe hängt dabei jedenfalls stark von der Bodenstruktur ab. Im Laufe ihres Lebens häuten sich die Larven mehrmals, so dass man 3 unterschiedlich große Stadien unterscheiden kann. Im Spätsommer vor dem Flugjahr legen die nun bereits 4 cm messenden Altengerlinge eine kleine Höhlung in etwa 40 cm Bodentiefe an, in der sie sich ungestört verpuppen können. 3 Wochen später schlüpft daraus der fertige Käfer, bleibt aber noch im Boden, überwintert hier und begibt sich erst bei Ansteigen der Bodentemperaturen im folgenden Frühjahr an die Oberfläche womit sich der Zyklus schließt.

Vorsorge

Den Rasen während des Käferfluges nicht zu kurz schneiden sowie häufiges rechen des Rasens. Eine biologische Bekämpfung ist mit Nützlingen (wie Nematoden) möglich.

Zeitraum

April, Mai, Juni, Juli, August

Gartenlaubkäfer

Gartenlaubkäfer

Beschreibung

Dieser Käfer gehört zu der Gattung der Blatthornkäfer und wird 8 bis 11 mm lang. Der Körper des Gartenlaubkäfers ist hellbraun gefärbt, während  der Kopf schwarzgrün glänzt.  Er kommt in Europa sowie in Asien weitverbreitet vor, wobei es ihm gleich ist, ob es gebirgig oder flach ist. Er lebt in Gärten, Hecken, Feldern oder Wiesen.  Der Gartenlaubkäfer ist tagaktiv und fliegt umher auf der Suche nach Nahrung. Er ernährt sich von verschiedenen Blättern und Blüten. Seine Larven leben im Boden und ernähren sich von Wurzelwerk. Die zarten Wurzeln des Rasens mag er besonders gerne, weshalb er neben Mai-, Juni- und Dungkäfer zu den größten Rasenschädlingen zählt. Die Larven entpuppen sich nach 2-3 Jahren zum adulten Tier. Da der adulte Käfer nicht sehr groß ist führt dieser zu keinen größeren Schäden. Bei Verdacht auf Befall sollte man unter die Grasnarbe schauen, z.B. mit einem Lochbohrer. Wenn eine Larve pro Bohrkern entdeckt wird, bedeutet das, dass ca. 100 Larven / m2 vorhanden sind.

Vorsorge

Gegen den Engerling des Gartenlaubkäfers, welcher am häufigsten vorkommt, helfen auf biologischem Wege bestimmte Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora). Um die richtigen Nematoden (Fadenwürmer) einsetzen zu können, müssen die Käferlarven bestimmt werden. Je nach Käfersorte erhält man passende Nematoden vom Anbieter. Der Packungsinhalt wird in Wasser aufgelöst und dann wird die befallene Fläche damit gegossen. Wichtig dabei ist eine ungefähre Bodentemperatur von 12˚C. Unter dieser Temperatur funktioniert es nicht. Also kann man meist erst ab Mai den Rasen gießen. Man benötigt etwa 10 Mio. Nematoden für 20 m² Rasenfläche. Die behandelte Fläche sollte etwa 6 bis 8 Wochen lang feucht gehalten werden. Auf chemischem Weg können in Wasser aufgelöste Insektizide über die befallenen Flächen gespritzt werden. Da beim Spritzen zumeist zu wenig Flüssigkeit in die Bodenschichten gelangt, wo die Engerlinge sich aufhalten, muss danach bewässert werden. Ein Einarbeiten in den Boden wäre empfohlen, ist aber bei Rasenflächen oft schwierig.

Zeitraum

Frühjahr, Sommer

Maulwurf

Beschreibung

Wie viele andere unterirdisch lebende Säugetiere haben Europäische Maulwürfe keinen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus. Die Aktivität ist in drei Wach- und Schlafphasen aufgeteilt, die Wachphasen sind meist vormittags, nachmittags und gegen Mitternacht mit einer Dauer von jeweils etwa 4 bis 5 Stunden. Während dieser Phasen durchstreifen sie ihre Gänge auf der Suche nach Essbarem. Sie halten keinen Winterschlaf, sondern sind auch während der kälteren Jahreszeit aktiv. Um in dieser Zeit genug Nahrung zu finden, verlegen sie ihre Aktivitäten in tiefer gelegene Bodenschichten und legen Vorräte an. Europäische Maulwürfe sind wie die meisten Insektenfresser Einzelgänger, die außerhalb der Paarungszeit den Kontakt zu Artgenossen meiden. Die Gänge und die Nester werden mit Drüsensekreten markiert, um eindringende Artgenossen aufmerksam zu machen. Diese Tiere sind territorial und bewohnen ein durchschnittlich 2000 Quadratmeter großes Revier. Nur in der Paarungszeit im Frühling erweitern die Männchen ihre Reviere beträchtlich, sodass es sich mit dem der Weibchen in der Umgebung überlappt. Das Vorurteil, dass Maulwürfe Pflanzen zerstören und anfressen, ist unbegründet. Maulwürfe nehmen tierische Nahrung zu sich. Schnecken und Engerlinge werden gern vertilgt.

Vorsorge

Maulwürfe dürfen keineswegs verletzt oder gar getötet werden da sie in den meisten Regionen geschützt sind (Tierschutz regelt das Land, nicht der Bund!). Obgleich er also ein wichtiger Nützling ist und dafür sorgt, dass Pflanzenschädlinge nicht überhand nehmen, ist er bei vielen Gartenbesitzern ein nicht gern gesehener Gast. Am ehesten lässt sich der Maulwurf durch permanente Erschütterungen und Geruchsbeeinträchtigungen vertreiben.                                                                                                                 

Im Handel werden dazu Ultraschallgeräte angeboten. Ähnlich funktioniert ein altbewährter Trick, bei dem Flaschen mit der Öffnung nach oben in den Boden gesteckt werden. Die durch den Wind erzeugten Schwingungen mögen Maulwürfe nicht. Am wirksamsten sind in Öl oder Kräuter getränkte Lavasteine, die in den Boden gesteckt werden, um Maulwürfe fern zu halten bzw. sie sukzessive aus bestimmten Bereichen zu verdrängen.

Zeitraum

ganzjährig

Empfohlenes Produkt

Maulwurfsgrillen

Maulwurfsgrillen

Beschreibung

Maulwurfsgrillen leben in unterirdischen Gängen im Erdreich, bevorzugt in feuchten, lockeren und kultivierten Böden. Sie können sich unter der Erde wegen ihrer Schaufeln sehr geschickt vor- und rückwärts bewegen.
Maulwurfsgrillen erreichen eine Körperlänge von 35 bis 50 Millimetern, die Weibchen sind dabei kleiner als die Männchen. Ihr Körper ist rotbraun bis schwarz und dunkelbraun gefärbt. Am Hinterleibsende tragen beide Geschlechter lange, biegsame Cerci. Die gelblichen Vorderflügel sind kurz, nur die gleichfarbigen Hinterflügel sind voll entwickelt. Die Geschlechter sind sehr schwer zu unterscheiden. Die Paarung erfolgt im Mai und Juni. Die Weibchen legen danach 200 bis 500 Eier in einer Erdhöhle ab. Das Weibchen bewacht sowohl sie, als auch die acht bis zehn Tage später schlüpfenden Larven. Diese überwintern tief im Erdboden. Sie benötigen für ihre Entwicklung fünf Häutungen und sind nach etwa 12 bis 14 Monaten voll entwickelt. Ihren natürlichen Lebensraum verlassen Maulwurfsgrillen nur zur Paarungszeit, meistens in den Abendstunden. Sie sind nachtaktiv.

Vorsorge

Wenn die Höhleneingänge, in die/aus denen die Maulwurfsgrillen schlüpfen lokalisiert sind, können diese Löcher mit dagegen zugelassenen entomopathogen Nematoden bekämpft werden.

Zeitraum

April, Mai, Juni, Juli, August

Wiesenschnake

Wiesenschnake

Beschreibung

Die Wiesenschnake oder auch Sumpfschnake genannt, stammt aus der Familie der Schnaken und ist eine große Mückenart. Männliche Wiesenschnaken werden ungefähr 16-18 mm groß, die Weibchen 19-25 mm. Zwischen August und September legen die weiblichen Schnaken ihre Eier im Rasen ab. Nach 4-6 Woche schlüpfen daraus graue Tipula-Larven. Diese graben sich anschließend in die Grasnarben ein und verursachen braune Flecken am Rasen durch Wurzelfraß im Winter. Die Larven verlassen auch manchmal die Unterschlüpfe und fressen an den Rasengräsern.  Die ausgewachsenen Larven verpuppen sich im Juni bis Juli und schlüpfen im Spätsommer. Dann ernähren sie sich nur noch ausschließlich von Blütennektar.

Schadbild: Ein Wiesenschnakenlarvenbefall ist leicht von einem Pilz zu unterscheiden, da die Blätter keine Flecken zeigen, sondern sich einheitlich verfärben. Durch einen Spatenstich in die Grasnarbe kann festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um einen Wiesenschnakenlarvenbefall handelt. Bei starkem Befall findet man über 500 Larven/m2 unter der Grasnarbe.

Vorsorge

Rasenfläche walzen, Kalkstickstoff streuen, Vertikutieren und nachsäen, Eiablage durch Vliesabdeckung oder Kunststofffolie verhindern. Bei Befall Einbringen von Nematoden in die befallene Fläche. Diese bekämpfen dann die Larven.

Zeitraum

Herbst, Winter

Wühlmaus | Schermaus

Wühlmaus | Schermaus

Beschreibung

Während Feldmäuse auf allen Böden anzutreffen sind, besiedelt die Wühlmaus bevorzugt leichte bis mittelschwere Böden, in denen sie ohne große Mühe ihr Gangsystem anlegen kann. Besonders bevorzugt werden Lössböden. Wegbereiter für die Wühlmaus ist oft der Maulwurf, der mit seinen kräftigen Schaufeln besser als Nagetiere an die Grabtätigkeit angepaßt ist. Auf der unterirdischen Suche nach Regenwürmern und Insektenlarven erweitert er sein Gangsystem ständig und überläßt oft Teile desselben der Schermaus. Nach der Form der aufgeworfenen Haufen läßt sich relativ leicht auf den Urheber schließen: Maulwürfe drücken die Erde immer senkrecht nach oben aus dem Gangsystem heraus. Die Haufen werden dadurch relativ hoch und gleichmäßig kegelförmig. Der senkrecht nach unten führende Gang findet sich immer in der Mitte unter dem Haufen. Die Wühlmaus transportiert dagegen die Erde seitlich aus dem Gang heraus, die Haufen sind deshalb flacher und unregelmäßig geformt und oft mit Pflanzen- und Wurzelresten durchsetzt. Wühlmäuse sind sowohl tagsüber als auch nachts aktiv, wobei ein Aktivitätsschwerpunkt in der Abend- und in der Morgendämmerung liegt. Etwa alle 2 bis 4 Stunden wird Nahrung gesucht, wobei die Schermaus alle Gänge beläuft und auch schadhafte Stellen repariert.

Vorsorge

Hat man bereits einen Befall festgestellt kann man mit der so genannten Verwühlprobe prüfen, ob der Gang noch bewohnt ist. Dazu an mehreren Stellen auf rund 30 Zentimeter Länge den Gang freilegen. Wenn die Wühler den Bau noch nutzen, verschließen sie den Gang innerhalb weniger Stunden wieder. Die Nager umgehen eine Unterbrechung des Ganges seitlich und verschließen den alten Gang von beiden Seiten. Maulwürfe dagegen unterwühlen die Unterbrechungsstelle und legen darunter einen neuen Gang an. Natürliche Freßfeinde sind Iltis, Mauswiesel und mitunter Katzen und Greifvögel. Aufgrund von reduziertem Nahrungsangebot werden Fraßköder in der späten Jahreszeit besser angenommen.

Zeitraum

ganzjährig, am besten vom Herbst bis zum Frühjahr

Zecke

Zecke

Beschreibung

Zecken sind eine Ordnung der Milben. Unter den Zecken finden sich die größten Milbenarten. Alle Arten sind blutsaugende Ektoparasiten an Wirbeltieren, darunter auch dem Menschen.

Viele Zeckenarten sind bedeutende Krankheitsüberträger. Da regelmäßig auch Menschen durch Erkrankungen wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) betroffen sind, ist ein Zeckenbiss eine Verletzung, mit der keineswegs leichtfertig umgegangen werden sollte.

Zecken sind weltweit verbreitet und kommen überall da vor, wo ihre Wirtsarten leben. Die Verbreitung der einzelnen Arten hängt von der Verbreitung ihrer jeweiligen Wirte und außerdem von Umweltfaktoren wie Temperatur und Luftfeuchte ab. Die meisten Zeckenarten besitzen einen oder mehrere Vorzugswirte, können aber bei Nahrungsmangel notfalls auch an anderen Wirten Blut saugen.

 

Zecken durchlaufen nach dem Schlüpfen wie alle Milben stets drei Entwicklungsstadien und zwei Häutungsprozesse: Larve (mit sechs Beinen), Nymphe (mit acht Beinen) und Adulte (die erwachsenen Männchen und Weibchen).

Vorsorge

Gegen Zecken werden in der Regel Repellentien eingesetzt. Dabei handelt es sich zumeist um geruchsintensive Substanzen, die in Form von Sprühlösungen, Cremen oder Lotionen auf Haut und Kleidung aufgebracht werden. Da Zecken ihre Wirte durch spezielle chemische Reize (v.a. Kohlendioxid-Sensoren) aufspüren, bieten die Repellents durch deren abwehrende Düfte für mehrere Stunden Schutz vor Zeckenbissen.

Zeitraum

Frühjahr/Sommer

Lösung

Vorbeugender Einsatz von Abwehrmitteln (Repellents)

Algen

Beschreibung

Verschiedene irdische blaugrüne und grüne Algen

In feuchten Jahren bilden sich im Sommer und Herbst grün-schwarze, schmierig erscheinende Flecken im Rasen. Bei genauer Betrachtung kann man auf der Bodenoberfläche einen Filz schwarzer Fäden erkennen oder aber eine glänzend grüne, gallertartige Masse. Häufig findet man diese Stellen in schattigen Bereichen und auf stark verdichteten Rasenflächen, deren Grasnarbe schon geschädigt ist. Die Rasengräser werden zwar nicht direkt geschädigt, ihr Wachstum ist jedoch spärlich.

Vorsorge

Alle Maßnahmen, welche die Bildung einer dichten Grasnarbe fördern, tragen dazu bei, dass Algen in feuchten Jahren nur geringe Chancen haben, sich auszubreiten. Gefährdete Rasenflächen sollten möglichst gelockert werden. Zusätzlich kann grober Sand auf die Grasnarbe aufgebracht werden, um so ein schnelleres Abtrocknen zu erreichen. Am Besten entfernt man die Algen mit dem Rechen. Kommt es nach einer feuchten Phase zu sommerlichem, trockenen Wetter, verschwinden die Algen und trocknen ein. Im Zuge einer chem. Moosbekämpfung im Rasen ergibt sich auch eine Nebenwirkung gegen Algen.

Zeitraum

in sehr feuchten Sommermonaten

Lösung

Ausbringung von Urgesteinsmehl

Dollarfleckenkrankheit

Beschreibung

Tritt meistens während feuchtem Wetter 20 - 30°C und kalten Nächten mit niedrigen Temperaturen auf und befällt alle Grassorten. Krankheit wird durch den Pilz Sclerotinia homoeocarpa verursacht. Anfangs treten Schadstellen von der Größe einer Münze (1 – 2 cm Durchmesser - daher der Name) auf, die sich später auf bis zu 15 cm ausdehnen können.  Die Übertragung des Pilzes erfolgt durch Arbeitswerkzeug, Schuhe, Tiere und Wind.

Vorsorge

Auf angemessene Stickstoff-Düngung achten. Am frühen Morgen mähen, (wenn erforderlich) bei Sonnenschein bewässern und Fläche mit einem Schlauch abschleppen um den ausbreitungsbegünstigenden Morgentau zu verteilen - vermindert den Druck. Die gründliche Reinigung des Arbeitswerkzeugs verhindert eine weitere Ausbreitung.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Bodenbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Boden plus zu empfehlen.

Zeitraum

April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

Lösung

Derzeit sind im Haus- Kleingartenbereich keine Präparate zur Bekämpfung zugelassen.

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Pilzbewuchs

Beschreibung

Gerade in besonders feuchten Sommern treten vielfach Pilze auch auf dem Rasen im Garten auf. Für viele Gartenbesitzer ein unansehnlicher Zustand, obwohl die Pilze selbst den Rasen nicht beschädigen.
Pilze haben grundsätzlich die Aufgabe, eine Zersetzung von totem Holz herbeizuführen. Daher treten sie vor allem dort auf, wo sich im Boden noch Reste von Baumwurzeln befinden. Das Problem der Pilzbildung ist auch bei Rollrasen häufig zu beobachten, gerade im ersten Jahr. Meist ist dieses Problem auf den hohen Anteil an organischem Material innerhalb des Rollrasensubstrats beim jeweiligen Hersteller zurückzuführen.

Vorsorge

Staunässe fördert Pilzbewuchs, also muss man dafür sorgen, dass der Boden durchlässig ist. Wasser muss schnell ablaufen können.

Spezielle Bodenaktivatoren, die man im Gartencenter erhält, und die aus Algen und Mineralien bestehen, regen das Bodenleben besonders an (Effektive Mikroorganismen). Der Pilz tritt dabei für mehrere Jahre in den Hintergrund. Wenn der Boden intakt ist, siedeln sich keine Pilze mehr an. Bodenaktivator kann einfach ausgestreut werden. Allerdings ist er nicht billig.

Besonders Acht geben sollte man beim Rasenmähen. Die Pilze vermehren sich über Sporen, die sich in den Pilzköpfen befinden. Sie verteilen sich wie Staub. Daher müssen vor dem Rasenmähen alle Pilzfruchtkörper entfernt werden, um sicher zu stellen, dass keine Sporen beim Rasenmähen verteilt werden und sich der Pilz nicht weiter ausbreiten kann.

Ganz wichtig ist, die Pilze nicht mit dem Rasenmäher zu zerhäckseln. Besser ist, die Köpfe abzuschneiden, denn die Sporen sitzen an dessen Unterseite. Dann kann gemäht werden.

Zeitraum

Juni, Juli, August, September

Lösung

Siehe Maßnahmen oben.

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Rotspitzigkeit

Beschreibung

Der Befall ist ganzjährig möglich, da eine Infektion bei Temperaturen zwischen 5 °C und 30 °C stattfindet. Begünstigt wird der Pilz durch längere Perioden mit feuchtwarmer Witterung und einer zu geringen Stickstoffversorgung. Bei trockener Witterung verschwindet die Rotspitzigkeit wieder. Das an den Spitzen der befallenen Blätter auftretende geweihartige, rote Pilzstroma macht die Bestimmung der Krankheit relativ einfach. Als besonders anfällig für diese Krankheit ist bei den Gräsern der Gewöhnliche Rot-Schwingel (Festuca rubra), aber auch Straußgräser (Agrostis), Rispengräser (Poa pratensis ) und Weidelgräser (Lolium) können befallen werden. Da die Pflanzen nicht absterben, sind die Schäden relativ gering, zumal der Befall rasch überwachsen wird.

Vorsorge

Vorbeugend lässt sich der Pilzbefall durch nicht zu häufiges und nicht zu kurzes Mähen sowie durch eine Verbesserung der Nährstoffversorgung durch Düngung (Stickstoff, Kali, Phosphor) verhindern bzw. reduzieren. Des Weiteren sollte starke Nässe und hohe Luftfeuchtigkeit, beispielsweise durch Bewässerung, vermieden werden. Vertikutieren im Frühjahr reduziert den Rasenfilz, der als idealer Aufenthaltsort für Pilzkrankheiten ein möglicher Infektionsherd darstellt.

Bei Befall ist es ratsam auf den Einsatz von Rasenrobotern zu verzichten. Stattdessen sollte mindestens zweimal mit einem herkömmlichen Rasenmäher mit Fangkorb gemäht werden und das Schnittgut entsorgt werden. Damit wird der Verbleib von Pilzsporen auf dem Rasen vermindert.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus zu empfehlen.

Zeitraum

Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November

Lösung

Derzeit sind im Haus- Kleingartenbereich keine Präparate zur Bekämpfung zugelassen.

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Schneeschimmel

Beschreibung

Schneeschimmel entwickelt sich bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad Celsius optimal. Die Krankheit ist aber keinesfalls auf die Wintermonate beschränkt, sondern kann bei feucht-kühler Witterung mit stärkeren Temperaturschwankungen auch ganzjährig auftreten. Erst bei Temperaturen über 20 Grad Celsius breitet der Schneeschimmel sich nicht weiter aus. Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit sind die wichtigsten Faktoren, die einen Schneeschimmel-Befall auslösen oder fördern. Insbesondere in milden, regenreichen Wintern wachsen die Rasengräser weiter und treten nicht in eine Ruhephase ein, die sie vor einer Schneeschimmel-Infektion schützt. Lehmige Böden fördern den Befall, weil sie nach Regenfällen lange feucht bleiben. In windgeschützten Lagen mit schlechter Luftzirkulation trocknen die Rasengräser zudem schlecht ab. Weitere wichtige Faktoren sind Rasenfilz, liegengebliebenes Schnittgut oder Herbstlaub sowie eine einseitige Düngung mit hohem Stickstoff- und geringem Kaliumanteil. Eine Schneeschimmel-Infektion beginnt mit etwa bierdeckelgroßen und kreisrunden, glasigen Flecken mit braungrauem Farbton. Mit fortschreitender Entwicklung können die Flecken einen Durchmesser von 25 bis 30 cm erreichen und gehen meist ineinander über. Ein dunkelbrauner Rand mit einem gräulich-weißen, watteartigen Pilzgeflecht kennzeichnet den Infektionsherd. Meist regeneriert sich die Grasnarbe ähnlich wie bei den bekannten Hexenringen von innen heraus, so dass aus den braungrauen Flecken mit der Zeit Ringe werden.

Vorsorge

Empfohlen ist eine kaliumbetonte Herbstdüngung, das Mähej von Gras auch im späten Herbst oder Winter (bei Schneemangel), das Entfernen von Mulch oder abgefallenen Blättern. Der pH-Wert sollte nicht über 6,0 (Sandböden) bis 6,5 (Lehmböden) liegen.

Bei Befall ist es ratsam auf den Einsatz von Rasenrobotern zu verzichten. Stattdessen sollte mindestens zweimal mit einem herkömmlichen Rasenmäher mit Fangkorb gemäht werden und das Schnittgut entsorgt werden. Damit wird der Verbleib von Pilzsporen auf dem Rasen vermindert.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus zu empfehlen.

Zeitraum

November, Dezember, Jänner, Februar, März, April, Mai

Lösung

Derzeit sind im Haus- Kleingartenbereich keine Präparate zur Bekämpfung zugelassen.

Empfohlenes Produkt

einkeimblättrige Unkräuter

einkeimblättrige Unkräuter

Beschreibung

"Ungräser" sind unerwünschte Grasarten im Rasen, die sich meist durch eine rasche Vermehrung, dichten Wuchs und große Konkurrenzstärke auszeichnen. Auf diese Weise verdrängen sie die erwünschten Rasengräser und stören auch die Optik der Rasenfläche.

Die beiden häufigsten Ungrasarten im und abseits des Rasen sind Hirsearten und Quecken. Hirsen zählen zu den einjährigen Gräser mit einem hohen Wärmeanspruch. Sie sterben beim ersten Frost ab und keimen im Frühjahr und Sommer bei Bodentemperaturen von 20 bis 30 °C. Viel Licht beschleunigt die Keimung. Hirsen verbreiten sich über ihre Samen sehr schnell und können den Rasen und angrenzende Flächen befallen.

Vorbeugend gegen Hirsen wirkt ein dichter Rasen mit geschlossener Grasnarbe, damit das Sonnenlicht nicht auf den Boden dringt und ihn erwärmen kann. Ein kräftiger, gesunder Rasen kann sich generell besser gegen Unkräuter behaupten. Daher kann durch entsprechende Gaben von Dünger und Wasser sowie richtige Pflege (Vertikutieren, etc.) der Rasen soweit gestärkt und Hirse weniger Lebensraum geboten werden.

Ein weiterer Faktor sind Lücken und eine nicht geschlossene Rasendecke. Diese erleichtern das Keimen von Ungräsern aus windverfrachteten oder verschleppten Unkrautsamen.

Häufigste Rasenungräser: Bermudagras oder Hundszahngras, Hirsearten, Einjährige Rispe, Quecke

Vorsorge

Eine Bekämpfung von Ungräsern im Rasen kann einerseits händisch erfolgen oder durch eigens dafür zugelassene Präparate. Diese müssen aber so selektiv wirken, dass der bestehende Rasen davon nicht angegriffen wird.

Bei der händischen Entfernung ist darauf zu achten, dass keine Rhizomteile (va. Quecke) im Boden verbleiben dürfen, da aus dem noch so kleinsten Teilchen ein Wiederaustrieb erfolgen kann.

Sind Hirsenester oder Queckeflächen bereits sehr groß, kann man die befallene Fläche zur Gänze mit einem Totalunkrautvernichter behandeln und nach Entfernen der abgestorbenen Gräser eine Neuansaat vornehmen. Achtung: die behandelte Fläche (inkl. Rasen) stirbt ab!

Zeitraum

März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November

Moos

Moos

Beschreibung

Mangelhafte Wachstumsbedingungen für Gräser herrschen dort, wo Moos sich immer mehr ausbreitet. Dies ist der Fall bei Bodenverdichtung, Nährstoffmangel und ungünstiger Wasserführung. An Stellen, an denen der Boden verdichtet ist, kann das Wasser nach Niederschlägen nicht rasch genug abziehen. Algen und Moose werden dadurch in ihrer Entwicklung gefördert. Zu starke Abweichungen der Bodenreaktion vom optimalen pH-Wert (ca. 6,0 - 6,5) und zu kurzes Schneiden der Rasenfläche, besonders an Kanten und Unebenheiten, fördern das Auftreten von Moos ebenfalls. Feuchte Witterungsabschnitte, wie im Frühjahr oder Herbst, begünstigen die Moosbildung.

Vorsorge

Häufiges Mähen mit nicht zu kurzem Schnitt und regelmäßiges Harken zum Entfernen aller Rückstände und abgestorbener Pflanzen. Feuchte Rasenflächen, auf denen sich Moos gerne ansiedelt, können durch Aufstreuen von Sand, der den Rasen wasserdurchlässig hält, etwas trockener gemacht werden. Bereits entwickeltes Moos kann durch Gaben von Eisensulfatdüngern zum Absterben gebracht werden oder durch Spritzen mit mooshemmenden Präparaten. Abgestorbenes Moos danach ausrechen oder Vertikutieren.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Bodenbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Boden plus zu empfehlen.

Zeitraum

März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November

Lösung

Mooshemmende Präparate zum Einsatz bringen

zweikeimblättrige Unkräuter

zweikeimblättrige Unkräuter

Beschreibung

Die häufigste Ursache für Unkrautwuchs in der Rasenfläche ist Nährstoffmangel. Rasengräser haben im Gegensatz zum Rasen-Unkraut einen recht hohen Nährstoffbedarf. Wird dieser nicht ausreichend gedeckt, wachsen die Gräser schwächer, der grüne Teppich wird immer lückiger und die an nährstoffarme Standorte gut angepassten Unkraut-Arten gewinnen im Konkurrenzkampf die Oberhand. Besonders schnell geht das, wenn neben dem Nährstoffmangel im Sommer auch noch das Wasser knapp wird und die Gräser verdorren. Sie können sich zwar bis zu einem gewissen Grad aus ihrem Wurzelwerk regenerieren, aber die Rasenunkräuter sind in der Regel viel schneller wieder da – sofern sie von der Dürre überhaupt beeinträchtigt werden. Ein weiterer Faktor sind Lücken und eine nicht geschlossene Rasendecke. Diese erleichtern das Keimen von Unkräutern aus windverfrachteten oder verschleppten Unkrautsamen. Generell unterscheidet man bei zweikeimblättrigen Unkräutern zwischen ein- und mehrjährigen Unkrautpflanzen. Schwierigkeiten machen vor allem solche Unkräuter, die kriechend oder rosettenartig dicht auf dem Boden aufliegen und sich durch Wurzel- oder Sprossausläufer stark verbreiten (z. B. Kleearten, Gundelrebe, Hahnenfuß, Löwenzahn, Wegerich u.a.). Sie werden auch beim Rasenschnitt nicht mit erfasst.
 
Häufigste Rasenunkräuter:
Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegeriche, Kleearten, Ehrenpreis, Franzosenkraut, Knöteriche, Winden, Disteln u.v.a.

Vorsorge

Die meisten Unkrautvernichter für den Rasen beinhalten als Wirkstoffe naturidentische, chemisch nachgebaute Pflanzenhormone. Diese sogenannten Wuchsstoffe lösen in hohen Konzentrationen bei allen zweikeimblättrigen Pflanzen ein unkontrolliertes Wachstum aus, das schließlich zum Absterben der Unkraut-Arten führt.

Auf einkeimblättrige Pflanzen wie die Rasengräser haben diese Wuchsstoffe hingegen keine Wirkung. Worauf ist bei der Bekämpfung zu achten?  Die Wirkung von Rasen-Herbiziden ist stark witterungsabhängig. Ein warmer, feuchter Boden und milde (Nacht-)Temperaturen sind entscheidend für eine gute Wirksamkeit. Wenn Nachtfröste drohen oder der Boden sehr trocken ist, sollte der Einsatz aufgeschoben werden bzw. der zu trockene Rasen einen Tag vor dem Ausbringen des Herbizids gründlich gewässert werden. Bei Nährstoffmangel ist etwa zwei Wochen vor der Behandlung eine Düngung zu empfehlen. Grundsätzlich gilt: Je schneller die Pflanzen wachsen, umso besser wirkt das Rasen-Herbizid.


Rasen vor der Behandlung nicht frisch mähen um die Blattmasse nicht zu reduzieren, denn die Wuchsstoffe werden vom Rasen-Unkraut zum allergrößten Teil über die Blätter aufgenommen. Wichtig ist auch, dass der Rasen beim Ausbringen trocken ist und dass es nach der Anwendung etwa acht Stunden lang nicht regnet, damit das Herbizid nicht von den Blättern abgewaschen wird. Ein zu rasches Antrocknen verringert die Wirksamkeit ebenfalls – bewährt hat sich daher die Ausbringung am späten Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr so stark scheint. Nach dem Antrocknen kann der Rasen in der Regel auch wieder von Kindern und Haustieren ohne Gefahr betreten werden.

Zeitraum

März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November