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Edelkastanie

Edelkastanie

Erst nach 20 Jahren tragen die mittelgroßen Bäume der Edelkastanie Früchte. Im Bestand sind die Bäume lang- oder kurzschäftig und schön belaubt. Die freistehenden, breitkronigen Bäume können hundert Jahre alt werden. Die Edelkastanie braucht mildes ,,Rebenklima", gedeiht jedoch auch im Schatten.

Edelkastaniengallwespe

Beschreibung

An jungen Trieben und Blättern bilden sich im Frühjahr glatte Gallen, in deren Inneren sich die weißlichen Larven der Gallwespe entwickeln. Alle Pflanzenorgane, die von den Larven bei der Überwinterung beschädigt werden, sind in Folge deformiert und wachsen nicht mehr richtig. Bei größeren Bäumen befinden sich die Gallen meist im Bereich der Krone. Grund für dieses Krankheitsbild sind die Gallwespen die von Juni bis August ihre bis zu 30 Eier an den Knospen ablegen. Erst im Folgejahr kommt es auf Grund des Heranwachsens der Larven zu den beschriebenen Schäden.

Vorsorge

Da die Larven im Inneren der Gallen gut gegen äußere Einflüsse geschützt sind, ist eine chemische Behandlung nicht möglich. Sofort bei Auftreten der Gallen sollte man diese also manuell entfernen.

Zeitraum

Juni, Juli, August, September

Lösung

siehe Vorsorge

Esskastanienbohrer

Esskastanienbohrer

Beschreibung

Der Esskastanienbohrer gehört zur Familie der Rüsselkäfer und besitzt den charakteristischen Rüssel mit den Fresswerkzeugen. Er ist ca. 1 cm groß und braun-grün gefärbt. Der Käfer schlüpft in der Zeit von Juni bis Anfang August. Er sticht sowohl Blätter als auch Früchte an, um deren Saft zu saugen. Die Eiablage in die Früchte erfolgt August - Oktober. Ist die Larve geschlüpft, ernährt sie sich von dem Inneren der Frucht und höhlt diese aus. Diese Früchte fallen meist vorzeitig ab,  weisen ein Bohrloch auf und sind dunkler gefärbt. Die Überwinterung erfolgt im Boden.

Vorsorge

Einfachster Bekämpfungs/Vorbeugungsschritt ist das Einsammeln der gerade erst abgefallenen Früchte, bevor die Larven diese verlassen können, um sich in den Boden zu bohren.

Zeitraum

Juni, Juli, August, September, Oktober

Lösung

siehe Vorsorge

Kastanienminiermotte

Kastanienminiermotte

Beschreibung

Die Rosskastanienminiermotte (Cameraria ohridella), auch Balkan-Miniermotte genannt, ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten. Die Raupen und Puppen entwickeln sich fast ausschließlich in den Blättern der weißblühenden Gewöhnlichen Rosskastanie, die rotblühenden Kastanien (Purpurkastanien) werden in der Regel nicht befallen. Der Falter hat eine Körperlänge von 2 bis 3 mm mit Vorderflügeln in bräunlich, orangen Tönen. Auffällig sind die langen Fransen am äußeren Ende der Hinterflügel. Es werden sechs, gelegentlich sieben Larvenstadien gebildet, wovon vier bis fünf fressend sind. Die Weibchen legen zwischen 20 bis 80 Eier einzeln an der Oberseite der Blätter ab. Die ersten schlüpfenden Larven der drei aufeinanderfolgenden Generationen pro Jahr, die im April/ Mai, Juli und Mitte August bis Ende September fliegen, beginnen dann je nach Witterungsverlauf ab Mitte/Ende April bzw. Anfang Mai mit dem Minierfraß in den Blättern.

Der Befall beginnt zumeist in den unteren Baumregionen. Spätere Generationen befallen dann auch, je nach Schädigungsgrad der unteren Blätter die oberen Baumkronen. Die Fraßgänge (Minen) der Larven führen zu einer schnellen Braunfärbung und damit zum langsamen Welken der Blätter schon im Sommer. Dies führt zu einer Schwächung des Baumes, da die Photosynthese unterbrochen wird. Die Bäume können weniger Nährstoffe aufnehmen und die Blätter werden anfällig für Pilzerkrankungen, v.a. Blattbräunepilze, die oft mit dem Mottenbefall einhergehen. Im September erfolgt noch eine weitere Eiablage der 3. Generation.

Vorsorge

Laub wenn möglich beseitigen (nicht kompostieren). Biologisch kann auch mit Pheromonen vorgegangen werden. Das Pheromon (Sexuallockstoff) wird in der Natur von den Weibchen der Kastanienminiermotte verströmt und lockt nach Platzierung der Kapsel daher die Männchen in die Falle. Eine erhebliche Anzahl von Weibchen bleibt somit unbefruchtet und legt daher auch keine Eier ab, aus denen die gefräßigen Raupen (Minierer) schlüpfen könnten.

Zeitraum

Frühjahr und Sommer

Kastanienwickler

Kastanienwickler

Beschreibung

Diesen Schädling kann man auch auf Ahorn, Eiche und Buche finden. Der Falter ist ca. 1,5 - 2 cm groß und dunkelgrau gefärbt. Er ist aktiv von Juni bis September. Die Weibchen legen ihre Eier meistens auf die Oberseite der Blätter. Nach 8 - 10 Tagen schlüpfen die Larven und beginnen zuerst die Blätter anzufressen und dringen dann in die Fruchtbecher ein. Einen Befall erkennt man meist an den Kotstücken, die man rund um die Einbohrstelle findet, auch ein Gespinst kann auftreten. Zur Verpuppung verlässt die Larve den Fruchtbecher und spinnt sich an der Borke einen Kokon in dem sie überwintert. Durch die Besiedelung der Larve verfärben sich Früchte braun und fallen vorzeitig ab.

Vorsorge

Bei rechzeitiger Diagnose wäre dieser Schädling mit einem Insektizid leicht zu bekämpfen. Derzeit sind aber keine chem. Präparate in Edelkastanie zugelassen.

Zeitraum

Juni, Juli, August

Lösung

es sind derzeit keine chem. Präparate zugelassen.

Kastanienrindenkrebs

Beschreibung

Auch für dieses Krankheitsbild ist ein Pilz verantwortlich. Äste, Zweige und Blätter beginnen nach und nach auszutrocknen und sterben letztendlich ab. Teile der Rinde beginnen sich rötlich zu verfärben und es bilden sich tiefe Risse. Löst man die Rinde ab, kann man unter ihr ein gelbliches Pilzgeflecht, dass sich weiter ausbreitet erkennen.

Vorsorge

Man sollte einen Baum niemals mit möglicherweise kontaminierten Werkzeug schneiden, um eine Übertragung zu vermeiden. Ist eine Infektion bereits diagnostiziert, muss der Baum gefällt und verbrannt werden.
Achtung! Hierbei handelt es sich um eine quarantänepflichtige Krankheit.

Zeitraum

ganzjährig

Tintenkrankheit

Beschreibung

Diese durch einen Pilz verursachte Krankheit bewirkt bei Edelkastanienbäumen folgende Symptome: kleine vergilbte Blätter und allgemein schütteren Blattwuchs. Betroffen ist meist nur die Krone des Baumes. Sieht man sich das Holz unterhalb der Rinde in Bodennähe an, so kann man eine schwarze Verfärbung feststellen. Da sich der Erreger meist über den Boden verbreitet und eine feuchte Umgebung zu vermehrten Infektionen führt, sollte man dafür sorgen, dass es in Baumnähe nicht zu Staunässe kommt. Es kann durchaus zu einer Verwechslung mit dem Kastanienrindenkrebs kommen. Bei diesem werden die Blätter jedoch nicht kleiner, sondern verdorren lediglich bevor sie abfallen.

Vorsorge

Als vorbeugende Maßnahme sollte man neue Bäume niemals in möglicherweise schon kontaminierter Erde einpflanzen. Staunässe sollte durch Drainagen verhindert werden. Ist der Befall bereits aufgetreten, sind betroffene Bäume unbedingt aus dem Bestand zu entfernen. Dies gilt auch für den Großteil ihrer Wurzeln. Der dadurch entstandene Holzabfall muss unbedingt verbrannt werden. Benachbarte Bäume können mit Fungizid behandelt werden.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Bodenbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Boden plus zu empfehlen.

Zeitraum

ganzjährig

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