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Mirabelle

Mirabelle

Die Mirabellen sind eine Unterart der Pflaume und gehören zu den Rosengewächsen. Dieses Steinobst hat ungefähr kirschgroße Früchte, die rund und gelblich-rot sind. Diese Früchte haben einen hohen Zuckergehalt und schmecken daher recht süßlich. Die Bäume der Mirabellen sind 3-4m hoch und gedeihen am Besten in geschützten, warmen Lagen. Die Blüte erscheint in der Regel zwischen April und Mai. 

Beutelgallmilbe

Beutelgallmilbe

Beschreibung

Dieser Schädling verursacht an der Blattunterseite rötliche beutelförmige Gallen. Auf der Blattoberseite erkennt man dicht verwachsene Gallenöffnungen. Auch die Früchte können befallen werden. Auf ihnen entwickeln sich noch größere Gallen. Die Milben überwintern in Rindenritzen auf dem Baum und infizieren dann im Frühling neue Triebe. Ihre Saugtätigkeit in den Knospen regt die Gallenbildung an.

Vorsorge

Sind nur vereinzelt Befallsstellen zu erkennen, so genügt es die Blättern manuell zu entfernen. Tritt jedes Jahr erneut ein Befall auf sollte man chemisch dagegen vorgehen, wobei auf eine Spritzung mit Pflanzenschutzmitteln normalerweise verzichtet werden kann, da erfahrungsgemäß keine Schäden an den Früchten entstehen und die Bäume durch diese auffällige Gallenbildung nicht geschwächt werden.

Zeitraum

Sommermonate

Pflaumensägewespe

Pflaumensägewespe

Beschreibung

Die Larve der Pflaumensägewespe ist 9 - 11 mm lang, der Körper cremeweiß mit einem gelbbraun bis hellorangem Kopf. Die Wespen sind 3 - 5 mm lang, braun und gelbem Hinterleib. Ein Befall ist deutlich an den Einbohröffnungen sowie der Ansammlung von ausgeschiedenem Gummi und schwarzem Kot erkennbar. Es werden meist mehrere Früchte eines Büschels befallen. Befallene Früchte fallen vorzeitig ab. Bei starkem Befall kann bis zu 90 % der Ernte vernichtet werden. Die Wespen schlüpfen im April. Die Eier werden an Schlitzen in jungen Früchten abgelegt. Die schlüpfenden Larven bohren sich hinein und fressen ca. 9 Tage. Nach der Häutung befallen sie die nächsten Früchte. Nach 4 - 5 Wochen lassen sich die Erwachsenen zu Boden fallen und spinnen sich in Kokons (in 5 - 25 cm Bodentiefe). Die Larven überwintern und verpuppen sich im Frühjahr. Nach ca. 3 Wochen schlüpfen die Wespen.

Vorsorge

Das Anbringen von Leimtafeln kann befallsmindernd wirken. Befallene Früchte sollten regelmäßig entfernt und vernichtet werden. Blüten sollte man auf Eier der Wespen untersuchen. Stellt man einen Befall fest sollte man warten bis alle Blütenblätter abgefallen sind und die Blüten von allen Seiten mit Spritzbrühe benetzen.

Zeitraum

April, Mai, Juni, Juli

Pflaumenwickler

Pflaumenwickler

Beschreibung

Die Fraßgänge von der Einbohrstelle zum Fruchtstiel werden braun und sind leicht durch die Haut erkennbar. Die Raupen hinterlassen eine große Menge nassen Kots. Durch ein Loch von ca. 2 mm verlassen die Raupen die Früchte. Nach Befall färben sich die Früchte blau bis violett und fallen zu Boden. Der Pflaumenwickler entwickelt jährlich 2 bis 3 Generationen. Der Pflaumenwickler ist im Frühsommer bereits vor dem Apfelwickler aktiv, ebenso dauert der Flug des Pflaumenwicklers im Spätsommer länger an. 2 - 4 Wochen nach dem Abfallen der Blütenblätter legen die Weibchen ihre Eier an den Früchten ab. 10 - 14 Tage später schlüpfen die Raupen und bohren sich ins Fruchtfleisch ein. Sie entwickeln sich fertig, verlassen die Früchte und verpuppen sich zu einem Kokon. Anfang Juli bis Ende August fliegen die Falter der 2. Generation, die ihre Eier in die halbreifen Früchte legen. Die schlüpfenden Raupen ernähren sich wieder von Fruchtfleisch. Nach 3 - 4 Wochen sind sie ausgewachsen und verlassen die Früchte, spinnen sich hinter Rindenschuppen in Überwinterungskokons.

Vorsorge

Da die Larven am Baum überwintern sollte die Borke auf Kokons untersucht werden um diese eventuell zu entfernen. Befallene Früchte sollten abgeschüttelt und aufgesammelt werden, wenn möglich bevor die Raupen geschlüpft sind. Auch das Anbringen von Pheromonfallen kann sich als sinnvoll erweisen. Muss man auf eine chemische Bekämpfung zurückgreifen sollte man dies Ende Mal, Anfang Juni und Ende Juli/Anfang August tun.

Zeitraum

Mai, Juni, Juli, August, September

Obstbaumkrebs

Obstbaumkrebs

Beschreibung

Besonders in regenreichen Jahren vorkommend. Der pilzliche Erreger ruft an Trieben, Zweigen und Ästen der Kernobstarten, aber auch an Steinobst teils offene, teils geschlossene Krebswunden hervor.
Die Infektion erfolgt im Herbst an den Blattnarben, oder an feinen Holzverletzungen und konzentriert sich zunächst auf die Umgebung der betreffenden Augen, später verdorren die oberhalb der Infektionsstelle befindlichen Teile. Stauende Nässe im Boden vermeiden, eventuell für Drainage sorgen. Rindenverletzungen sofort mit einem Wundverschlussmittel versorgen.

Vorsorge

Großzügiges Entfernen und Verbrennen erkrankter Teile, Wunden bis ins gesunde Holz hinein sauber ausschneiden und wundbehandeln. Stark befallene Bäume roden. Bei gefährdeten Bäumen vorbeugende Spritzung mit Kupferpräparat bei Beginn und Ende des Laubfalles.

Zeitraum

bei Auftreten bzw. Beginn Laubbildung oder Laubfall.

Narrentaschenkrankheit

Beschreibung

Diese Pilzkrankheit tritt besonders oft bei feuchter Witterung während der Blütezeit auf. Die Früchte verändern sich abartig und sehen dann lang und flach aus, wie eine Schote. Das Fruchtfleisch bleibt immer hart und grün und ist ungenießbar. Es wird kein Samen gebildet. Die Früchte bleiben so lange in diesem Zustand bis sie schließlich schimmeln und abfallen. Dier Pilz überwintert an den Trieben und infiziert diese während der Blüte. Er regt die Bildung der Pseudo-Früchte an. Nachdem diese ausgebildet wurden infiziert er mit deren Hilfe neue Triebe.

Vorsorge

Sobald man diese Pseudo-Früchte feststellt sollte man sie abpflücken und vernichten. Sind die Bäume sehr infektionsgefährdet sollte man vor und während der Blüte eine Bekämpfung mit zugelassenen Fungiziden starten.

Präparate die gegen die Kräuselkrankheit wirken, wirken erfahrungsgemäß auch gegen die Narrentaschenkrankheit.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus zu empfehlen.

Zeitraum

Sommermonate

Schrotschusskrankheit

Schrotschusskrankheit

Beschreibung

Von dieser Krankheit sind neben Mirabellen auch Aprikosen, Kirschen  und Pfirsich betroffen. Bald nach dem Austrieb erscheinen auf den Blättern karminrote Fleckchen, die auf eine Größe von einigen Millimetern anwachsen. Das abgetötete Gewebe vertrocknet und wird entlang einer Trennungslinie ausgestoßen und fällt heraus. Auf diese Weise entstehen typische "Schrotschusslöcher". An den Früchten erscheinen eingesunkene, runde, dunkelbraune, meist rot umrandete Flecken. Auf den Ästen entstehen rötliche Flecken, die mit der Zeit länglich werden. Diese Flecken vergrößern sich noch während des Winters und bilden oft von Gummifluss begleitete Krebsgeschwüre. Der Pilz überwintert an Triebbefallsstellen, eine Verbreitung wird durch feuchte Witterung begünstigt.

Vorsorge

Im Zuge des Winterschnittes sollten alle befallenen Stellen und Früchte großzügig abgeschnitten werden. Sollte es im besagtem Jahr einen feuchten März und April gegeben haben, sollte vorsorglich mit einem zugelassenen Pilzbekämpfungsmittel behandelt werden.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus zu empfehlen.

Zeitraum

April, Mai

Lösung

Frühjahrsschnitt

Valsa-Krankheit

Beschreibung

Diese durch einen Pilz verursachte Krankheit löst bei befallenen Bäumen an Ästen Absterbeerscheinungen aus. Man kann erkennen, dass an einigen Stellen Gummi austritt. Auch die Blätter nehmen eine ungesunde gelbliche Färbung an. Bei erkrankten Bäumen sinken einzelne Stellen an der Rinde ein und es bilden sich schwarze warzenartige Fruchtkörper.

Vorsorge

Befallene Stellen sollten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden, wobei darauf zu achten ist, dass die Wunden immer gut verschlossen werden. Ansonsten kann man im Frühstadium der Krankheit auch mit chemischen Präparaten gegen eine weitere Verbreitung vorgehen. Zur Sporenabtötung empfehlen sich Spritzungen mit Kupferpräparaten (während sowie nach dem Blattfall).

Zeitraum

warme Sommermonate

einkeimblättrige Unkräuter

einkeimblättrige Unkräuter

Beschreibung

Unter und zwischen Obstbäumen fühlen sich manche Unkrautarten besonders wohl. Viele Unkrautarten kommen auch mit z.B. feuchtem Kies, Rindenmulchauflagen oder sandigen Bedingungen zurande und benötigen nicht viele Nährstoffe. Auch bei Wassermangel sind die Unkräuter in der Regel viel schneller wieder da. Zu den einkeimblättrigen Pflanzen zählen neben Palmen und Lilien vor allem die Gräser, da diese Pflanzen alle nur 1 Keimblatt besitzen. Unerwünschte Grasarten werden gerne als Ungräser bezeichnet.

Häufigste Ungrasarten: Bermudagras oder Hundszahngras, Hirsearten, Quecke

Vorsorge

Unter Obstbäumen ist es bei Pflanzenschutzmaßnahmen enorm wichtig, darauf zu achten, dass in erster Linie nur die Grünteile der Unkräuter benetzt werden und so wenig Spritzbrühe wie möglich auf das Erdreich trifft. Auch wenn bodenunwirksame Präparate zum Einsatz kommen, gibt es auch bei Bäumen Vertreter von Flachwurzlern, wo ein Wurzelstrang auch mal an der Erdoberfläche hervortritt. Dieser darf dann keinesfalls behandelt werden. Daher und auch, um Windverfrachtungen auf die Bäume zu vermeiden ist hier der Gebrauch eines Spritzschirmes empfohlen bzw. bei manchen Mitteln sogar vorgeschrieben (Gebrauchsanweisung beachten!)

In der Unkrautbekämpfung werden in der Regel glyphosathältige Präparate zur Anwendung gebracht. Glyphosat ist ein nicht-selektives Blattherbizid mit systemischer Wirkung, das über grüne Pflanzenteile aufgenommen wird. Es wirkt somit nicht selektiv gegen einkeim- (Gräser) und zweikeimblättrige Unkräuter. Innerhalb der Pflanze wird Glyphosat systemisch verteilt. Glyphosat ist relativ immobil, wodurch auf den Boden gelangende Spritzbrühe dort gebunden wird und daher nur in sehr geringem Maße von Pflanzen aufgenommen werden kann. Eine Wirkung über den Boden ist also so gut wie nicht vorhanden, außer es liegen Wurzeln frei (siehe oben). Darum kann auch eine Aussaat oder Neupflanzung bald nach Ausbringen des Herbizids erfolgen.

Zeitraum

März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November